Bewusstsein: Bekenntnisse eines Hirnforschers (German Edition)

Bewusstsein: Bekenntnisse eines Hirnforschers (German Edition)

Christof Koch

Language: German

Pages: 332

ISBN: 3642347703

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub


Wie kann Aktivität im Gehirn Gefühle auslösen? Wie kann „bloßes Fleisch“ – so wird der Körper in Cyberpunkromanen oft abfällig genannt -- subjektives Empfinden hervorbringen? Oder allgemeiner gesagt: Wie kann etwas Physisches etwas Nichtphysisches, subjektive Zustände erzeugen? Ob es der Zahnschmerz ist, die Freude beim Anblick der eigenen Kinder oder der Geschmack eines edlen Weins, sie alle haben denselben Ursprung in der Aktivität von Nervengewebe, im Bewusstsein. Christof Koch forscht seit Jahren über das Thema Bewusstsein. In einer Art Bestandsaufnahme zeigt er den derzeitigen Stand der Forschung auf, an dem auch maßgeblich Wissenschaftler wie Francis Crick, Ned Block, David Chalmers, Stanislas Dehaene, Giulio Tononi und Wolf Singer mitgewirkt haben. Ihm erscheint nicht als Widerspruch, mit naturwissenschaftlichen, empirischen Methoden erklären zu wollen, wie Gefühle entstehen. Wir sind uns der meisten Dinge, die in unserem Kopf vorgehen, nicht bewusst. Koch postuliert, dass Zombies ohne Bewusstsein in weiten Teilen unser Leben steuern, auch wenn wir der festen Überzeugung sind, darüber selbst zu bestimmen. Seiner Meinung nach wird es gelingen, empfindungsfähige Maschinen zu bauen – er liefert eine erste Vorlage hierfür im Buch. Er reflektiert so diverse Aspekte wie die Unterscheidung zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein, das Unbewusste, die Physik und Biologie des freien Willen, Hunde, den Ring der Nibelungen, den Glauben an einen persönlichen Gott und Traurigkeit. Kochs Buch ist mehr als ein wissenschaftlicher Überblick – es ist zudem Bekenntnis, Autobiographie und futuristische Spekulation.

Trauma-Informed Care: How Neuroscience Influences Practice

Internet Addiction: Neuroscientific Approaches and Therapeutical Interventions

Touch: The Science of Hand, Heart, and Mind

Origins of the Modern Mind: Three Stages in the Evolution of Culture and Cognition

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

dem Bewusstsein an sich einher. Das Selbst-Bewusstsein ist wahrscheinlich eher eine evolutionäre Adaptation älterer Formen des Körper- und Schmerzbewusstseins. Ein anderes allein dem Menschen vorbehaltenes Merkmal ist die Sprache. Mithilfe echter Sprache kann Homo sapiens 66 Book Title   B ewusstsein willkürliche Symbole und Konzepte wiedergeben, manipulieren und verbreiten. Sprache ließ Kathedralen entstehen, die Slow-Food-Bewegung, die Allgemeine Relativitätstheorie und Der Meister und

die moderne Suche nach den Wurzeln des Bewusstseins beispielhaft sind.  uf den Spuren des Bewusstseins im A Gehirn In der letzten Dekade des vergangenen Jahrtausends begannen ein paar unerschrockene wissenschaftlicher Entdecker, die des endlosen, eristischen metaphysischen Streits – existiert Bewusstsein wirklich? Ist es von den Gesetzen der Physik unabhängig? Wie entsteht die Intentionalität geistiger Zustande? Welcher der vielen von Philosophen so leichthin erfundenen „-ismen“ beschreibt die

Kopfes. Im Schlaf haben wir lebhafte, manchmal emotional bewegende, phänomenale Erfahrungen, selbst wenn wir uns an die meisten nicht erinnern. Unsere Augen sind geschlossen, doch das träumende Gehirn schafft ­seine 76 76 Title   Book Bewusstsein e­ igene Realität. Abgesehen von seltenen „Klarträumen“ können wir nicht sagen, ob es sich um Schlaf oder Wachbewusstsein handelt. Solange sie dauern, sind Träume real. Gilt das für das Leben nicht genauso? Während wir im Geist unsere Träume

des 19. Jahrhunderts ein Thema von 136 136 Book Title   Bewusstsein wissenschaftlichem Interesse. Friedrich Nietzsche war der erste bedeutende westliche Denker, der die dunkleren Nischen des unbewussten menschlichen Wunsches erkundete, andere zu dominieren und Macht über sie zu gewinnen, oft im Gewand der Anteilnahme. Im Sinne der medizinisch-literarischen Tradition argumentierte Freud, dass Kindheitserinnerungen, vor allem solche sexueller oder traumatischer Natur, das Verhalten von

Geschwister; er wurde als Waise von einem einzigen Betreuer erzogen, einem streitsüchtigen Zwerg, der besessen war von einem Goldschatz, und er wuchs isoliert in den Tiefen des deutschen Waldes auf. Sein Mangel an sozialen Fähigkeiten führte schließlich zu seinen Tod durch die Hand eines Freundes, dem er vertraute, Hagen von Tonje.) Es bleibt der Heldin der Oper, Brünhild, überlassen, durch ihre Selbstaufopferung freiwillig und bewusst in das neue Zeitalter der Menschheit einzutreten. Dieses

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